Meine Yogareise nach Marokko

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Abenteuer Marokko

Heute möchte ich von meiner Yogareise nach Marokko schreiben. Ich musste die Reise erstmal ein wenig sacken lassen und ich war zeitlich sehr eingebunden. Aber nun will ich euch endlich von meiner Yogareise nach Marokko erzählen.

Blick über die Dächer von Marrakech

Die Planung

Ich habe vor Jahren mal einem Film gesehen und der spielte in Marrakesch. Von da an wollte ich unbedingt mal dahin. Lange auf meiner Reiseliste wurde mein Wunsch im März 2018 endlich wahr. Mit einer Freundin zusammen habe ich eine Reise mit dem Anbieter Nosade gebucht. Ich hatte mich vorher im Internet informiert und am Anfang stand einfach nur Marrakesch im Raum. Nachdem ich aber einfach mal Yoga in Marrakesch gesucht habe, landete ich auf der Seite von Nosade. Sofort war ich angetan und schaute mir die Seite genauer an. Nosade bietet unterschiedliche Reisen in Marokko an, aber mir sprang sofort die Wüstentour ins Auge. Wie geil ist das bitte Yoga in der Wüste zu machen. In der Sahara, um genau zu sein.

Das Abenteuer Yogareise

Die Reise wurde schnell gebucht und im März ging es dann los. In Marrakech angekommen empfing uns jemand am Flughafen und dann fuhr er uns in die Stadt. Mitten in der Stadt hielt er an, ein Typ kam an und nahm unsere Rucksäcke und lief voraus. Ich dachte nur „EY“ wo will der mit unseren Rucksäcken hin, aber der Mann war Said unser Guide für die Tour. Ich war ein wenig erleichtert und Said hat uns die ganze Reise begleitet und war der beste Guide, den man sich für diese Reise wünschen konnte.

Also liefen wir Said hinterher und gleich schon durch enge Gänge und die Medina. Es war teilweise sehr schmutzig in den Gängen und es roch auch nicht so gut. Aber nichtsdestotrotz war es wahnsinnig faszinierend für mich. Said lief dann irgendwann in eine Sackgasse zu einer Tür und dahinter befand sich ein kleines Paradies! Unsere erste Unterkunft das Riad Maialou wow, war das schön und das mitten in der Medina. Dort lernten wir Jacqueline kennen. Sie war unsere Reisebegleiterin für die Tour. Dann gab es erst mal Tee, das erste Mal marokkanischen grünen Tee mit Pfefferminze. Er wurde auch richtig zelebriert eingeschenkt und schmeckte sehr lecker.

Das erste Riad

Danach bezogen wir unsere Zimmer im Riad und machten uns auf den Weg in die Medina. Schon als wir ankamen, sah das Wetter nach Regen aus. Als wir dann loswollten, hat es wirklich richtig dolle geregnet. Wir haben uns dann tatsächlich einen Regenschirm kaufen müssen. Egal, wir wollten die Stadt erkunden.

Nachdem wir ein wenig herumgelaufen sind, sind wir zurück zum Riad, wo inzwischen auch die anderen Gruppenmitglieder angekommen sind. Wir stellten uns alle vor und dann gab es erstmal Abendessen und zwar eine traditionelle marokkanische Tajine. So lecker.

Auch lernten wir beim Abendessen Jutta kennen, sie war unsere Yogalehrerin für die gesamte Reise. Jutta ist eine ganz tolle Yogalehrerin, kommt vom Bodensee und macht wundervolles Yoga (aber dazu später mehr). Die erste Yoga Stunde sollte am nächsten Morgen stattfinden.

Yoga am Morgen

Bevor wir ein tolles reichhaltiges Frühstück bekamen, absolvierten wir die erste Yogastunde. Das Riad hatte eine Dachterrasse und dort war alles vorbereitet. So in den Tag zu starten ist echt sehr schön.

Nach unserem Frühstück ging es dann auf einen Spaziergang durch die Medina mit Mohamed. Er zeigte uns die Stadt und ein paar tolle Läden. Und wer hat doch tatsächlich einen Teppich gekauft? Natürlich Ich. Es war eine harte Verhandlung, aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht. Ich habe den Teppich übrigens selbst mitgenommen und ein wenig Übergepäck dazu gebucht.

Am nächsten Tag ging unsere richtige Reise dann los. Zuerst nach Agdz, dann nach Merzouga, von dort aus in die Wüste und dann zurück nach Marrakesch.

Agdz

Nach einiger Fahrzeit (wir mussten über das Atlas-Gebirge) in Agdz angekommen, befanden wir uns schon ziemlich weit im Nirgendwo. Aber als wir durch das Tor zu unserer Unterkunft gingen, dachte ich bin im Paradies angekommen. Draußen war nur Sand und Steine, alles kahl und vor mir lag eine grüne Oase. Das war ehrlich gesagt meine Lieblingsunterkunft. Einfach ein Traum. Yoga am Pool und Essen gab es auf der Terrasse. Unsere Schlafzimmer waren kleine Häuser mit einem Bad. Es war echt ein Paradies.

Yoga gab es übrigens immer morgens und abends. Jutta ist wahnsinnig toll auf unsere Bedürfnisse eingegangen. Es ist jeder auf seine Kosten gekommen.

Merzouga

Nach leider nur einer Nacht in Agdz ging es dann weiter nach Merzouga, dem Tor zur Wüste. Man konnte sie von unserer Unterkunft schon sehen. Einfach unglaublich der Wüste so nah zu sein. Nächsten Tag sollte es dann auf Kamelen auch in die Wüste gehen. Ich war wahnsinnig aufgeregt. 

Lunch bei Yidir´s Familie

Vorher aber gab es aber ein für mich persönliches Highlight. Wir waren zum Lunch eingeladen und zwar zu der Familie von Yidir, er ist der Mann von Anica und die beiden sind das Herz von Nosade. Wir wurden mit Tee und Nüssen begrüßt und durften in deren Gemeinschaftsraum platz nehmen. Dann gab es marokkanische Pizza, das ist quasi wie ein Tortilla mit Gemüse und Käse gefüllt. Das war wirklich sooo herzlich. Ich habe selten eine Reise erlebt, auf der es so familiär zuging.

Der Wüstentrip

Danach ging aber der große Trip in die Wüste los. Es ist schon ziemlich anstrengend auf dem Kamel zu sitzen. Nach ca. eineinhalb Stunde kamen wir dann an, mitten in der Wüste steht auf einmal ein Camp, bestehend aus einigen Schlafzelten, einem Essenszelt und man glaubt es nicht einem Toilettenzelt, das war nun echter Luxus. Mein Kamel hat das richtig toll gemacht und liebte es z.B. hinter den Ohren gekrault zu werden. 

Die zwei Tage in der Wüste waren einfach unglaublich. Die Wüste zu spüren, zu wissen, dass man am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und mit den richtigen Menschen zusammen ist. Auch das Yoga in der Wüste war unglaublich intensiv. Den Sand zu spüren, die Wärme auf der Haut.

Besuch einer Nomadenfamilie

Ein Highlight war auch der Besuch einer kleinen Nomadenfamilie, bestehend aus einer Mutter und zwei Töchtern. Sie haben zwei große Zelte, eines für die Gäste und eines für sie selbst, dazu eine Art Küchenzelt, eine Vorratskammer aus Bambus und einen Kochplatz.  Aber durch eine Solarzelle können sie tatsächlich Strom erzeugen und haben auch elektronisches Licht.

Um zu der Familie zu kommen, sind wir ca. 2 Stunden durch die Wüste gelaufen. Es war auch gar nicht so schwer, wie ich gedacht habe. Ich dachte ja, man sinkt ständig ein, ist aber gar nicht so. Eine Düne hat eine gute Seite, wo man gut laufen kann und eine schlechte Seite, wo man viel einsackt und es schwerer ist zu laufen.

Gutes Essen

Verköstigt wurden wir in der Wüste von unseren Guides. Sie haben soooo gutes Essen gekocht. Jeden Tag frisch und morgens gab es sogar Kaffee. Für mich ja lebensnotwendig! Ich als Kaffee Liebhaberin.

Zurück in der Wirklichkeit

Nachdem unser Wüstentrip zu Ende war, ging es zurück nach Merzouga. Wir haben dort noch einmal übernachtet, bevor es dann am nächsten Tag zurück nach Marrakesch ging. Außerdem stand ein Ausflug nach Merzouga City auf dem Plan. Said hat uns seinen Heimatort gezeigt. Wir haben dort Kaffee getrunken und er hat uns viel erzählt und uns sogar sein eigenes Zuhause gezeigt.

Jutta

In Merzouga hatte ich übrigens die intensivste Yogastunde in meinem Leben. Jutta hat an diesem Tag genau die richtigen Worte gefunden, die ich gebraucht habe und am Ende gab es noch eine Yoga Thai Massage. Jutta ist einer der liebevollsten Menschen, die ich kennenlernen durfte, eine unheimlich ruhige Art, die mich sehr berührt hat. Sie hat uns folgendes Zitat mit auf den Weg gegeben:

„Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.“

Zurück nach Marrakesch

Nachdem wir alles gepackt hatten, ging es zurück nach Marrakesch. Natürlich waren wir auch da wieder in einem liebevoll eingerichteten Riad untergebracht. Wir hatten natürlich nochmal wundervolles Yoga und abends ging es dann zu einem Restaurant dem Zwin Zwin Cafe. Leider hatte ich mir vorher was mit dem Magen zugezogen, sodass ich nicht wirklich was gegessen habe. Aber trotzdem war das Ambiente mega schön.

Abschied! Aber nicht für immer.

Am nächsten Tag hieß es dann Abschied von der Gruppe nehmen. Für meine Freundin und mich ging es aber noch weiter. Wir hatten uns etwas außerhalb von Marrakesch eine kleine Unterkunft genommen. Mit Pool, Eseln, Ziegen und zwei Hunden und Katzen. Traumhaftes Essen und ganz, ganz tolles Personal. So hatten wir ein paar Tage mehr Marrakesch noch etwas näher kennenzulernen. Aber trotzdem habe ich nicht alles gesehen, denn ich möchte z.B. unbedingt im Atlasgebirge wandern gehen. Das habe ich leider auf dieser Tour nicht geschafft.

Nosade ist meine Empfehlung

Also wenn ihr gerne Marokko kennenlernen wollt und dabei auf Yoga nicht verzichten möchtet, sind die Reisen von Nosade genau das richtige für euch.

Mir war hier sehr wichtig das Yoga ein Teil der Reise war. Aber sich nicht alles nur um Yoga gedreht hat. Außerdem fand ich toll, dass wirklich auf jeden Wunsch beim Yoga eingegangen wurde. Für mich war es eine sehr gute Mischung aus Land und Leute kennenlernen, Yoga zu praktizieren und gutem Essen. Einfach perfekt. Ach ja und für Yoga Anfänger sind die Reisen auch super geeignet, denn die Lehrer gehen auch darauf ein. 

Meine Tipps für gutes Essen in Marrakech:

Café des Epices
La famille
Zwin Zwin Cafe
Henna Art Café
Café Clock
Und ruhig mal diese kleinen Stände mit den süßen Sachen probieren

Schlafen in Marrakech

Riad Lisa (bzw. Lhena)
La Ferme Berbere
Takojt Merzouga
Riad Maialou
Eco Lodge in Agdz

Shoppen in Marrakesch

Max und Jahn (mal interessant zu sehen)
Platz des epices
Djemaa el Fna

Angucken in Marrakech

Maison de la Photographie
Le Jardin Secret
Ben Youssef Moschee (leider geschlossen bis 2020)
Henna Art Café (für ein Henna Tattoo, lieber hier als auf dem Djemaa)

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